KI-Rezeptgenerator und Datenschutz: Was passiert wirklich mit deinen Daten?
Die berechtigte Sorge
KI ist 2026 überall — und mit jeder neuen KI-Anwendung kommt die gleiche Frage: was passiert eigentlich mit meinen Daten?
Bei einem Rezeptgenerator gibst du ein:
- Zutaten im Kühlschrank (sagt etwas über deinen Lebensstil aus)
- Allergien und Unverträglichkeiten (sensible Gesundheitsdaten!)
- Diätpräferenzen (vegan, low-carb…)
- Familienzusammensetzung (wie viele Personen, ggf. mit unterschiedlichen Diäten)
- Indirekt auch Einkommensindikatoren (Premium-Zutaten vs. Basics)
- Kaufverhalten (wie oft kochst du, was magst du, was hasst du)
Das ist nicht banal. In den Händen eines Werbe-finanzierten Anbieters landen diese Daten potenziell bei:
- Lebensmittel-Herstellern für Targeted-Ads
- Versicherungen (riskante Ernährungsmuster?)
- Datenbrokern, die Profile verkaufen
Bei einer reinen Frage „was koche ich heute“ ist das absurd. Aber das ist nun mal das Geschäftsmodell vieler kostenloser Plattformen: wenn du nichts zahlst, bist du das Produkt.
Wie unser Modell funktioniert
Bei KI-Kochhilfe zahlen die Nutzer:innen direkt. Dadurch sind wir nicht abhängig von Werbe-Einnahmen und brauchen deine Daten nicht zu monetarisieren.
Wir verarbeiten Daten nur, um:
- Dir bessere Rezepte zu liefern (Personalisierung in deinem Konto)
- Die Plattform technisch funktionieren zu lassen (Login, Abrechnung)
- Gesetzliche Pflichten zu erfüllen (Buchhaltung, DSGVO-Auskunftspflichten)
Punkt. Kein Datenverkauf, kein Werbe-Targeting, kein Profile-Building für externe Dritte.
Was wir konkret speichern
Hier ist die ehrliche Liste — auch das, was du normalerweise nur in der DSGVO-Erklärung findest, wenn du sie liest.
Pflicht-Daten (für das Konto)
- E-Mail-Adresse — für Login und Rechnung
- Name (optional) — für persönliche Anrede in E-Mails
- Stripe-Customer-ID — die Rechnungsdaten sind bei Stripe gespeichert, nicht bei uns. Wir haben nur die ID-Referenz.
- Konto-Status (Basis/Standard/Premium, Subscription-Status)
Funktional gespeichert (im Konto)
- Deine generierten Rezepte (Kontingent 30/65/90 pro Monat je nach Paket — sie bleiben bis zur Kontolöschung in deinem Konto)
- Deine gespeicherten Lieblings-Rezepte (Basis: bis zu 10, ab Standard unbegrenzt)
- Allergien & Ausschlüsse (Eingabe ab Standard; die automatische Allergen-Erkennung gibt es in allen Paketen) — DSGVO Art. 9 („besondere Kategorien personenbezogener Daten“)
- Familien-Profile mit Namen + Diäten (ab Standard, auch im kostenlosen Testkonto)
- Wochenmenüs (Premium)
Technisch zwingend nötig
- Cookie: Login-Session (Secure, SameSite) — sonst kein Login möglich
- Cookie: Kennung für die 2 Probe-Rezepte ohne Konto (12 Monate, zusammen mit einem IP-Hash gegen Missbrauch) — dieselbe Kennung schaltet die 2 kostenlosen Galerie-Rezepte frei
- Browser-Speicher (LocalStorage): Cookie-Hinweis bestätigt, Onboarding-Marker (haben wir dich schon mal begrüßt?), Checkout-Erfolg angezeigt, eingegebener Empfehlungscode
Ohne Zustimmung, aber ohne Tracking (berechtigtes Interesse)
- Umami — Reichweitenmessung, selbst gehostet auf unserem eigenen Server, cookielos, speichert keine IP-Adressen, gibt keine Daten an Dritte
- Sentry — Fehlermeldungen für Bug-Fixes (EU-Region; IP-Adresse wird gekürzt, Sitzungsaufzeichnungen nur bei Fehlern und mit maskiertem Text, Formulareingaben werden nicht erfasst)
Optional (nur mit deiner Zustimmung)
- Google Analytics 4 — Reichweitenmessung (speichert keine IP-Adressen)
Falls du im Cookie-Banner ablehnst: GA4 wird nicht gesetzt. Die Seite funktioniert trotzdem zu 100%.
Was wir definitiv NICHT machen
Genauso wichtig wie was wir tun — was wir nicht tun:
- ❌ Keine Werbung
- ❌ Keine Werbe-Targeting-Cookies (Facebook-Pixel, TikTok-Pixel etc.)
- ❌ Keine Daten an Dritte verkauft
- ❌ Kein „Retargeting“ — wir verfolgen dich nicht durchs Web
- ❌ Kein Werbe-Newsletter
- ❌ Keine ungebetenen Promo-Emails — Rezept-Vorschläge per E-Mail kannst du jederzeit abbestellen
- ❌ Keine Daten an Krankenkassen, Versicherungen, Banken
- ❌ Keine Speicherung deiner Kreditkartendaten (das macht Stripe — wir sehen sie nie)
- ❌ Kein Zugriff auf deine Kontakte / Adressbuch / Standort
Wo werden Daten gespeichert?
| Was | Wo | Anbieter |
|---|---|---|
| Hauptdaten (Rezepte, Konto) | Irland (AWS eu-west-1), EU | Supabase |
| Zahlungsabwicklung | Irland (Sub-Verarbeitung USA) | Stripe Payments Europe Ltd. |
| Transaktionale Emails | USA (SCC + Data Privacy Framework) | Resend, Inc. |
| Server-Logs (technisch) | Frankfurt am Main, DE | Hostinger (DE-Standort) |
| Reichweitenmessung (Umami) | Frankfurt am Main, DE | selbst gehostet |
| Fehler-Monitoring: Sentry | Frankfurt am Main, DE | Sentry (EU-Region) |
| Optional: GA4 | EU + USA | Google (DPF-Garantie, keine IP-Speicherung) |
Wichtig: alle Hauptdaten bleiben in der EU. In die USA gehen nur die transaktionalen E-Mails (Resend) und — falls du zugestimmt hast — die GA4-Nutzungsdaten, beides abgesichert über das Data Privacy Framework (DPF) bzw. EU-Standardvertragsklauseln.
Wie funktioniert die KI im Detail?
Wenn du Zutaten eingibst und „Rezept generieren“ klickst, passiert Folgendes:
- Deine Eingabe wird an unsere eigenen Server in Frankfurt geschickt.
- Der Server formuliert eine Anfrage an OpenAI (das KI-Modell, das im Hintergrund läuft).
- Diese Anfrage enthält:
- Deine Zutaten
- Deine Präferenzen (Diät, Allergien, AirFryer ja/nein, Portionen)
- Die Titel deiner letzten Rezepte (damit sich nichts wiederholt) und — falls du sie angelegt hast — die Vornamen deiner Familienprofile
- NICHT enthalten: dein Name, deine E-Mail, deine Konto-ID, Zahlungsdaten. Statt deines Namens stehen ein Pseudonym („Koch“) und eine interne Anfrage-Nummer in der Anfrage.
- OpenAI generiert das Rezept und schickt es zurück; für das Rezeptfoto folgt eine zweite Anfrage (gpt-image-2), die nur das Gericht beschreibt
- Wir speichern es in deinem Konto und zeigen es dir an
Wichtig: OpenAI bekommt pseudonymisierte Anfragen. Sie wissen nicht, wer du bist, sie können dich nicht kontaktieren, sie sehen keine Zahlungsdaten. Sie sehen nur: „jemand möchte ein Rezept mit Hähnchen, Brokkoli und Reis, glutenfrei, 2 Portionen."
OpenAI hat zudem eine API-Datenschutzgarantie: API-Anfragen werden nicht zum Training neuer Modelle verwendet (anders als ChatGPT-Anfragen im Web-Interface). Quelle: OpenAIs Datenschutzhinweise für die API (verlinkt in unserer Datenschutzerklärung).
Deine Rechte (DSGVO)
Du hast in der EU bestimmte Rechte, die wir aktiv umsetzen:
Recht auf Auskunft (Art. 15)
Auf der Konto-Seite kannst du jederzeit unter „Meine Daten exportieren“
sofort eine JSON-Datei mit allen über dich gespeicherten Daten
herunterladen. Auf Anfrage per E-Mail an support@ki-kochhilfe.de
antworten wir innerhalb eines Monats.
Recht auf Löschung (Art. 17)
Du kannst dein Konto jederzeit löschen — auf der Konto-Seite ist der „Konto löschen“-Button direkt verfügbar. Alle deine Daten werden sofort und unwiderruflich entfernt (Datenbank-Backups: 7 Tage).
Ausnahmen: Rechnungsdaten müssen wir nach den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (§ 147 AO, § 257 HGB — bis zu 10 Jahre) aufbewahren. Diese sind aber nicht mehr aktiv nutzbar.
Recht auf Berichtigung (Art. 16)
E-Mail-Adresse, Name, Präferenzen kannst du jederzeit selbst ändern.
Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20)
Der DSGVO-Export ist in maschinenlesbarem JSON — du kannst alles mitnehmen.
Recht auf Widerspruch (Art. 21) und Widerruf (Art. 7 Abs. 3)
Rezept-Vorschläge per E-Mail kannst du jederzeit abbestellen (Link in jeder E-Mail). Deine Cookie-Zustimmung kannst du jederzeit widerrufen (Footer-Link „Cookie-Einstellungen“).
Beschwerderecht
Falls du der Meinung bist, dass wir deine Daten unrechtmäßig verarbeiten, hast du das Recht, dich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu beschweren. Für uns ist das der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg (Sitz: Stuttgart).
Was bei einer Datenpanne passieren würde
Wir hoffen es passiert nie. Aber falls doch:
- Innerhalb von 72 Stunden Meldung an die Aufsichtsbehörde (DSGVO Art. 33)
- Direkt-Information an betroffene Nutzer, falls sensible Daten betroffen
- Transparente Kommunikation über Umfang und Maßnahmen
- Post-mortem-Veröffentlichung auf unserer Website und per E-Mail an Betroffene
Wir haben einen Incident-Response-Plan in der Datenschutzerklärung beschrieben.
Wie kannst du das selbst prüfen?
Wir glauben an Transparenz durch Beweisbarkeit, nicht nur durch Worte. Du kannst:
Browser-DevTools öffnen (F12) → „Network“-Tab → eine Seite laden. Schaue, welche externen URLs aufgerufen werden. Du wirst sehen:
- Eigene Domain (ki-kochhilfe.de, inkl. analytics.ki-kochhilfe.de für Umami)
- Stripe (nur auf Checkout)
- Supabase (Auth, DB, Rezeptbilder)
- Sentry (Fehler-Monitoring, EU)
- Optional: Google Analytics (nur wenn aktiviert)
Tracker-Scanner-Tools wie Privacy Badger oder uBlock Origin einsetzen. Du siehst: keine Werbe-Tracker, keine Pixel.
Open-Source-Bibliotheken im HTML-Source prüfen. Wir nutzen Next.js, Tailwind CSS und Supabase Client SDK — alles dokumentiert und open-source.
Vergleich: Wir vs. typische kostenlose Rezeptportale
| Aspekt | Wir | Typische gratis Rezeptseite |
|---|---|---|
| Werbung | Nie | Allgegenwärtig |
| Werbe-Tracker | Keine | 20–50 Tracker pro Seite |
| Facebook-Pixel | Nein | Ja |
| TikTok-Pixel | Nein | Oft ja |
| Daten an Hersteller | Nie | Möglich (oft in AGB versteckt) |
| Werbe-Newsletter | Nie (Rezept-Vorschläge jederzeit abbestellbar) | Häufig, oft ohne echtes Opt-in |
| Server-Standort | EU (Frankfurt + Irland) | Häufig USA |
| KI-Anfragen identifizierbar | Nein (pseudonymisiert) | – (keine KI) |
Häufige Fragen
Speichert ihr meine IP-Adresse?
Server-Logs (Nginx) speichern IPs für 14 Tage zur Abwehr von Angriffen. Danach werden sie automatisch gelöscht. Sie werden nicht mit deinem Konto verknüpft.
Was, wenn ich anonym nutzen will?
Du kannst 2 Rezepte ohne Konto generieren (dafür setzen wir ein Cookie und speichern einen Hash deiner IP-Adresse — nur gegen Missbrauch). Für mehr brauchst du ein Konto, weil sonst keine Personalisierung möglich ist.
Nutzt ihr meine Daten zum Trainieren der KI?
Nein. Wir trainieren keine eigenen Modelle und schicken keine User-Daten an OpenAI für deren Training. Die OpenAI-API (die wir nutzen) speichert Anfragen 30 Tage zur Missbrauchserkennung und löscht sie dann.
Kann ich nicht-personalisierten Modus aktivieren?
Wenn du keine Allergien/Diäten/Familienprofile einträgst, ist die Generierung präferenz-frei — bis auf die Titel deiner letzten Rezepte, damit sich nichts wiederholt. Du gibst nur Zutaten ein, bekommst ein neutrales Rezept.
Was passiert nach Kontoschließung?
Sofort: alle aktiven Daten gelöscht. 7 Tage: Datenbank-Backups überschrieben. Bis zu 10 Jahre: Rechnungsdaten archiviert (gesetzliche Aufbewahrungsfristen), aber nicht mehr aktiv nutzbar.
Fazit
Datenschutz bei KI-Anwendungen ist kein „nettes Extra“ — es ist die Grundlage für Vertrauen. Wir haben uns von Anfang an dafür entschieden:
- ✓ EU-Server
- ✓ Kein Werbe-Tracking
- ✓ Kein Datenverkauf
- ✓ Pseudonymisierte KI-Anfragen
- ✓ Volle DSGVO-Rechte
- ✓ Transparente Dokumentation
Wenn du KI in der Küche nutzen willst, ohne dass dein Kühlschrank-Inhalt zur Marketing-Datenbank wird: probier uns aus.
→ 2 Rezepte gratis testen — ohne Tracker, ohne Spam
Vollständige Details: Datenschutzerklärung und AGB. Bei Fragen: support@ki-kochhilfe.de.
Probier KI-Kochhilfe selbst aus
2 Rezepte gratis aus deinen Zutaten — keine Kreditkarte nötig.
Jetzt kostenlos startenWeitere Artikel
AirFryer-Rezept-Generator: So holst du das Maximum aus deiner Heißluftfritteuse
Du hast eine Heißluftfritteuse, aber keine Lust auf die immergleichen Pommes? Wir zeigen, wie ein KI-Rezeptgenerator deine AirFryer-Nutzung verändert — mit passenden Temperaturen, Garzeiten und Tipps fürs Wenden, automatisch berechnet für jedes Rezept.
10 Familienrezepte aus dem Kühlschrank — wie KI das Kochen verändert
Aus den Zutaten, die du gerade zuhause hast, in etwa einer Minute ein vollständiges Rezept mit Bild und Anleitung. So funktioniert moderne KI-Rezeptgenerierung im Familienalltag.
Reste verwerten leicht gemacht: Wie KI dir hilft, weniger wegzuwerfen
In Deutschland wirft jede Person jährlich 78 kg Lebensmittel weg — rund die Hälfte davon wäre vermeidbar. Mit ein paar Tricks und KI-Unterstützung reduzierst du die Verschwendung um bis zu 50 % und sparst dabei bis zu 470 €/Jahr.